Garten ‘plante-moi!’ / Lausanne-CH
2003-2004
Architekten: S.Bender-Ph.Béboux, Lausanne
Der Garten ‘plante-moi!’, realisiert im Rahmen der Veranstaltung ‘Lausanne Jardins 2004’, befindet sich auf geböschten Restflächen des Bahnhofs von Renens.
Die 400 Holzstäbe sind alle 4 Meter in den zwei orthogonalen Richtungen der Kardinalsachse versetzt, vergleichbar mit einem sich in alle Richtungen ausbreitenden Raster. Die geometrische Unregelmässigkeit der Hänge wird durch die regelmässige Struktur sichtbar gemacht; gleichzeitig wird dadurch die Topographie des Ortes aufgezeigt. Als Palissaden, Barrieren, Eingangs-und Ausgangstor, sind sie abwechselnd Grenze und unabhängiges Objekt, Metapher einer eingepflanzten künstlichen Pflanze in dem grünen Chaos der Bahnhofsböschung.
Die phosphoriszierende weisse Farbe auf den Nord- und Westseiten reflektiert das Licht und strahlt wie Glühstäbe bei Einbruch der Dunkelheit. Sie werden zu Leuchtkörpern, von den Zügen durchquert und kündigen den Eingang in den ‘grossen Garten’ von Lausanne an.
Die fluoreszierende Farbe auf den Süd-und Ostseiten verstärkt in Richtung ‘grosser Garten’, ihr Status als künstliche Pflanze, Methapher einer Bepflanzung, grüne Masse, die die brachliegende Böschung des Vorstadt-Bahnhofs Renens einnimmt.